Was dem Radsport-Enthusiasten die Tour de France, ist dem Videospieler die E3. Welche Games-Site man momentan auch ansurft, alles dreht sich um dieses jährliche Highlight der Videospielewelt, das ab morgen in Los Angeles stattfindet. Die Gerüchte wuchern und man könnte fast den Eindruck haben, auf den Pressekonferenzen von Microsoft, Nintendo und Sony würde in den nächstenTagen mindestens die Verkündung des ewig andauernden Weltfriedens bevorstehen.
Betrachtet man das Ganze etwas nüchterner und abseits der grassierenden Hysterie, verspricht es jedoch tatsächlich eine interessante Woche zu werden. Die Erwartungen an MS und Sony auf der einen und Nintendo auf der anderen Seite sind annähernd identisch und gleichzeitig völlig konträr, wird den einen doch vorgeworfen, zu einseitig auf die ernsthaften Spieler fixiert zu sein, während man von den anderen erwartet, verstärkt eben diese Spezies zu bedienen.
Das sind Forderungen, die ich unbedingt unterstütze und darum schreie ich in die Welt hinaus:
Ich will, dass Mario in Super Smash Bros. einen Lancer in die Hände bekommt und Link per Head-Shot in die ewigen Jagdgründe befördert.
Ich will ein PSP-Programm, in dem mich Solid Snake beim Nikotinentzug unterstützt.
Ich will Markus Fenix per Balanceboard über Unmengen geplatzter Locust-Kadaver gleiten lassen.
Ich will Jörg Pilawa als Gesicht einer breit angelegten Xbox-Werbekampagne.
Ich will, dass sich die Avatare in Sony-Home durch die Welt von Abenteuer auf dem Reiterhof bewegen.
Ich will einen Bluray-Player mit dem ich bequem und unkompliziert Multiplayer-Gaming betreiben kann. Okay, ich geb's zu...das ist nun wirklich unrealistisch.
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